BBC micro:bit

Wenn ich eines emotional überhaupt nicht verkraften kann, dann sind das 14-jährige Jungs, die mehr über Technik wissen, als ich.

So geschehen letzten Freitag im CoderDojo, das einige Beispielprogramme für die micro:bit Platine in seinen Übungsmappen hat.

Also in die Schuhe, auf zum Händler, genommen, bezahlt und zurück nach Hause.


Das nette bei SEMAF ELECTRONICS ist, dass immer noch Zeit zum Plauschen bleibt. Und so freut es mich sehr nun zu wissen, dass Dank einiger neuer Projekte endlich mal ein Umdenken in Österreich’s Schulen stattfindet und Mikrocontroller Programmierung ebenso auf dem Stundenzettel steht.

Schließlich stamme ich ja noch aus einer Zeit, wo einige Lehrer mir angewidert entgegneten

Lass mich mit deinem Blechtrottel in Ruhe.

Für Jungs und Mädels von heute ist der von der BBC unterstütze Einplatinencomputer “micro:bit” mit seinem

ein gelungenes System für Anfänger und Hobbybastler.

Während z.B. ein Arduino UNO ohne Sensoren kommt, hat der micro:bit schon vieles on-board, was zum ersten Experimentieren mit Hardware hilfreich ist.

Das besondere sind aber die für Anfänger hilfreichen IDEs zum grafischen Programmieren.
Für Windows 10 stellt die MakeCode App eine an Scratch erinnernde Benutzerschnittstelle zur Verfügung, in welcher Anweisungen, Verzweigungen und Schleifen als grafische Blöcke per Drag and Drop platziert werden können.

micro:bit MakeCode

Das erlaubt auch das Programmieren auf reinen Touch-Oberflächen und gestattet so das Coden auf Smartphones und Tablets, die für klassische Textschreiber wie mich bisher ungenutzt geblieben sind.

Für unsere Kids ist diese Herangehensweise aber vorteilhaft, da man mit wenigen Klicks etwas zum Leuchten bringen kann und der in uns allen vorhandene Spieltrieb kümmert sich dann um das weitere Erforschen der Möglichkeiten.

Doch damit nicht genug.
Natürlich kann man den micro:bit auch per klassischen Programmcode steuern, auch für die Arduino IDE gibt es entsprechende Plugins um die Pins der MCU zu dirigieren.

Das integrierte Bluetooth Modul machten die micro:bit Platine zum IoT - Experimentierkasten, und erlaubt uns die Funktionen des Systems per Smartphone App oder vom PC aus fern zu steuern.

Und dann gibt es noch mehrere Upgrades mit Servomotoren und weiteren Sensoren, um daraus kleine Roboter zu bauen.
Ein solcher ist der :MOVE mini buggy kit, den ich ebenso einfach gleich mitkaufen musste.

micro:bit Buggy (Die LEDs des Buggys sind echt grell!)

Fazit

Jetzt werde ich mir den kleinen Alleskönner von micro:bit mal genauer unter die Lupen nehmen, damit ich beim nächsten Zusammentreffen mit unserer Jugend auch mitreden kann.

Und ich kann nur sagen, dass ich mich enorm freue, dass unser Nachwuchs dank solcher spielerischen Projekte ordentlich auf Zack ist, und dass das Lernen an unseren Schulen auf diese sinnvolle Weise gefördert wird.

Allen, die noch nicht die Chance haben, mit solchen Geräten am Bildungsweg in Berührung zu kommen, denen empfehle ich die 20 Euro selbst zu investieren, denn das Ergebnis ist eine junge Generation, die auf die Herausforderungen der nahen Zukunft vorbereitet sein wird.
… und was wünscht man sich mehr …


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!