Wenn aus einer SD-Karte eine SATA-Festplatte wird

Also … Anfang des Jahres habe ich entdeckt, dass man altes XORO-Note-Netbook einen ungenutzen SATA Anschluss in seinem Inneren hatte, der leer war.

Da kann man ja noch eine Festplatte parallel zum Flashspeicher anhängen.

dachte ich mir.

Doch übliche SATA 2.5 Zoll Platten sind um einen Millimeter zu dick, sie passen zwar rein, wölben dann aber die Tastatur nach oben.

Die Lösung: eine SD-Karte am SATA Port anschließen.


Mein “XORO Note 11” ist ein kleiner Intel Atom Laptop mit 2 GB RAM und einem 32 GB Flashspeicher und 11 Zoll Screen, auf dem man wenig machen konnte.
Das vorinstallierte Windows 10 lies bei seiner Suche nach Updates die CPU hochtakten, was binnen Kurzem zu viel Wärme für das passive gekühlte Gerät erzeugte und die CPU dann auf wenige 100 MHz zurücktaktete.

In dem Zustand war das Gerät unbenutzbar.

Die Lösung hieß dann: Linux

Aber das war auch Mist, weil es dafür wieder keinen WLAN-Treiber gab und ich musste unendlich lange herumfuhrwerken, bis ich ein alternatives Kernelmodul halbwegs im neu installierten Debian 10 zum Laufen gebracht hatte.

Das Ding eignet sich aber als McDonalds Laptop, also ein Teil, das man immer überall hin mitschleifen kann um in paar freien Minuten z.B. einen Blog-Artikel abzutippen.
Sollte es gestohlen werden, ist nicht viel verloren … wobei … wer außer mir würde so ein Ding überhaupt nutzen wollen/können?

Wie auch immer, nun beherbergt das Gerät weitere 64 GB als SD Karte, die sich aber als Festplatte meldet.

SD to SATA Adapter

Eigentlich kann ich überhaupt nichts “besonderes” berichten, weil man einfach nur die SD-Karte in den Splot des Konvertboards steckt und diesen wieder an den SATA Port klemmt.

Das Board hat nur etwa 2/3 der Länge einer üblichen SSD und ist vor allem nicht so dick. Damit passt es spielend in die SSD-Ausnehmung im Laptop und bewirkt auch nicht die Wölbung der darüberliegenden Tastatur, wie es normale Festplatten tun würden.

Dort habe ich nun genug Platz frei um ein paar Videodateien abzulegen, damit mich das Gerät auch medial unterhalten kann.

Fazit

Auch wieder mal schön zu berichten, dass Hardware out-of-the-box ohne Probleme ausgepackt und angeschlossen wird und dann umgehend so funktioniert, wie man es erwartet bzw. erhofft.

Ach ja, natürlich hätte ich auch eine Alternative angehen können:
Man kann die Ummantellung der meisten SSDs abnehmen und dann bleibt nur die Platine mit den Speicherchips und den SATA Anschlüssen übrig.

Das hätte dann “viel besser” in den Laptop gepasst.

Aber die vorher verbaute 120 GB Platte kann in einem anderen System besser dienen, also auf dem Laptop, der ohnehin nicht oft im Einsatz ist.

Auf eines bin ich aber gespannt: Wie lange wird die SD Karte wohl “halten” ?

Ja witzig. Ich hatte so einen SD-to-SATA Konverter schon letztes Jahr für ein paar Euro in Fernost mitbestellt, so nach dem Gedanken:
“Vielleicht brauche ich das mal.”


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!