POCO M3 Pro

Nein, nein, nein! Ich gebe mein Lumia 950 Windows Phone nicht auf. Es funktioniert super und das bleibt auch so.

Aber … auch mir bleibt nicht erspart, dass die Welt eine andere Richtung eingeschlagen hat, und deshalb musste ich mir jetzt auch wieder mal ein Android Telefon kaufen.

Und meine Wahl ist auf ein Poco M3 gefallen.


Typisch Android

Kurz gesagt, das Smartphone ist genau so ein Dreck, wie ich es von einem Android Gerät erwartet hatte.
Über zwei Stunden war ich damit beschäftigt, sinnlose Apps, Werbung-verseuchte Spiele und Vollzugriffsrechte zu entfernen.

Das war schon bei meinem Sony Xperia XA2 vor 3 Jahren ein Krampf und die Kontaminierung des Betriebssystems und der Apps mit Online-Diensten ist leider noch viel schlimmer geworden.

Ich konnte aber durch die manuelle Installation von APKs einen Teil des Google-Drecks umgehen und somit ein halbwegs benutzbares Telefon zu erhalten.
apkpure.com ermöglichte mir den Download der notwendigen Software ohne Google-Play, das ohne Online-Account gar nicht mehr benutzt werden kann.

Selbst Microsoft lässt den Anwender kostenlose Apps ohne Online-Accounts installieren und ich verstehe nicht, warum man Google nicht auch zu einer solchen Prozedur zwingen kann.

Tolle Hardware

POCO M3 Pro

Wenn man von diesem Abschaum von Android 11 Betriebssystem absieht, ist das Poco M3 Pro ein gutes Gerät. Die Bedienung ist flüssig und nachdem ich ohnehin keine Spielchen auf dem Telefon laufen lassen werde, kann ich mir nicht vorstellen, an die Leistungsgrenzen zu stoßen.

Schöne Bilder macht auch die Kamera. In der Standardeinstellung werden 12 Megapixel (2992 x 4000) in einem Bild untergebracht. Das ist tatsächlich weniger, als die 20 Megapixel (3008 x 5344) meines Lumia 950, doch wenn ich mein Mainboard bei schlechter Zimmerbeleuchtung abfotografiere, sieht man bereits, dass das POCO M3 Pro eine etwas bessere Qualität bei den Farben produzieren kann.

Photo Compare Lumia Poco

Man kann auch auf 48 MegaPixel hochschalten, aber hilfreich ist das nicht. Man erhält dann zwar mit 6000 x 8000 Pixel eine 4-mal so große Datei (13 MB statt 3.5 MB), doch das Bild ist weder schärfer noch qualitativ besser. Vielleicht hilft einem der Modus für Naturaufnahmen, aber mein Mainboard sieht exakt gleich aus, es sind quasi nur die Pixel verdoppelt worden und das ganze sieht dann auch ziemlich künstlich und berechnet aus.

Mit 5000 Milliamperestunden habe ich einen frischen Akku, der mein Lumia 950 um Längen überholen kann. Denn während dem Windows Phone auch im Leerlauf nach zwei Tagen der Saft ausgeht, schafft es das POCO Phone in 2 Tagen nur etwa ein Drittel des Akkus aufzubrauchen.

Natürlich ist der neue Akku mit dem 4 Jahre alten kaum zu vergleichen und vielleicht werde ich auch dem Windows Phone noch mal einen Ersatzakku besorgen, aber meine Befürchtung, dass das neue M3 keine 2 Tage übersteht, waren unbegründet.

Fazit

Mein Sony Xperia ist fast 4 Jahre lang nur am Schreibtisch gelegen und eine SIM-Karte hat das Gerät nie kennenlernen dürfen. Es war eben nur ein Testsystem für Android-Codes.

Das Poco M3 wird voraussichtlich mein künftiges Standard-Telefon werden, und aktuell nutze ich es mit meiner Zweit-Sim-Karte zum Experimentieren. Denn irgendwann werden auch die E-Mail Dienste meines Lumia 950 wegen Zertifikaten und anderen Problemchen nicht mehr ordentlich laufen und dann ist diese Ära endgültig vorbei.

Lieber wäre es mir gewesen, mein PinePhone als Hauptgerät zu nutzen, doch trotz der guten werbefreien Software, hat es extrem schlechte Lautsprecher, was es für unterwegs leider untauglich macht.

Ich sollte jetzt eigentlich glücklich mit meinem neuen Gerät sein … aber der elende verseuchte Android-Scheißhaufen hat mir die Freude gehörig vernichtet.
Es ist für mich einfach unfassbar, dass ein Großteil der Menschheit diesen Mist freiwillig einsetzt und dieser digitalen Datenversklavung bedenkenlos zustimmt.

Nachtrag

Nur noch ein Wort zu Android:
Es ist nicht so, dass ich das gesamte Android-Konzept verteufele. Mich treibt nur zur Weißglut, dass Apps für dieses System eine absolute Abhängigkeit zu Google-Diensten haben. Und das stört mich eben enorm.

Und wer einmal den Datenverkehr seines Routers mitverfolgt hat, weiß, wieviele Daten diese Geräte abstrahlen. Windows ist hier auch kein Engel, aber gegen Google ist das nichts … … und niemand tut was dagegen. Es ist einfach furchtbar!


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Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!