Jekyll Blog aufsetzen

Zum Bloggen braucht man Software … aber welche? Anbieter gibt es zahlreiche, doch was passt am besten … und vor allem … was will man überhaupt?

Also was es alles so gibt, findet die Suchmaschine deines Vertrauens … oder Google.

Für mich war die erste Frage:
Online CMS oder Seiten lokal generieren lassen und hochladen?
Antwort: Lokal generieren.

Warum? Na so wegen eines Blogs, den ich allein betreibe, installiere ich doch keine Datenbank mit Userverwaltung und hack-baren Login auf einem Webspace.
Die üblichen Verdächtigen von Joomla bis Wordpress lassen sich super automatisiert abtasten.

Darf es was kosten?
Antwort: Nein, natürlich nicht.

Dann bleiben auf den ersten Blick Pico und Jekyll übrig.

Pico wäre auch super einfach gewesen, hätte es nicht sofort zu Bocken begonnen, wenn man es in einem Unterverzeichnis einsetzt.

Tja und Jekyll ist ausreichend mühsam, dass man sich echt freut, wenn es läuft (vor allem die Themes), aber nicht so schlimm, dass man demotiviert abbricht.

Entscheidung: Jekyll.

Dank Windows 10 und Linux-Services kann man Jekyll wie auf einem gewöhnlichen Ubuntu installieren. Fieser sind die Themes, die alle ein bisschen anders aufgebaut sind, und Nachinstallationen (Stichwort: Ruby GEMs) benötigen.

Und selbst dann, erweisen sich einige Themes als unvollständig und man muss erst selbst ein bisschen Hand anlegen, bis die Seite schön angezeigt wird.

Das geniale dabei ist aber:

  • Man schreibt seine Beiträge als Markdown-Dateien.
  • POSTings werden über das Datum im Dateinamen erkannt.
    • Datumsangaben in der Zukunft werden beim Builden sogar übersprungen.
  • Sichtbare Seiten haben einen Titel am Anfang der Markdown-Datei deklariert, unsichtbare haben keinen.
    • Man kann also steuern, wie viel ins Menüsystem generiert wird und was nicht.
  • RSS Feeds werden auch mit erzeugt.
  • Man kann in Postings markieren, wo der Kurzauszug für die Übersichtsseite endet.
  • … und man kann den Seitenaufbau ‘umprogrammieren’.

Ich hatte nie mit Ruby zu tun, aber das Schöne ist, dass FOR Schleifen in allen Sprachen gleich funktionieren und man schnell herausfindet, wie was funktioniert.

Also Daumen hoch für Jekyll.


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!