Geil, geiler, ... Dark

Wie schön, dass es im Jahr 2020 endlich mal wieder eine “TV-Serie” gibt, die mich überraschen und begeistern konnte, obwohl sie gar nicht im TV lief.

Wenn man die ersten (aus meiner Sicht) sehr verwirrenden Folgen von “Dark” überstanden hat, erlebt man eine neue Geschichte, die Zeitreisen und ihre Konsequenzen in einer mir bisher unbekannten Weise schildert.

Kurz gesagt: Ich liebe diese Serie.


Jetzt kann ich endlich mit reinem Gewissen behaupten: Die monatliche Netflix Gebühr zahlt sich aus.
DARK, eine deutsche Serie rund um ein Atomkraftwerk und mysteriösen Zeitsprüngen im 33-Jahre-Rhythmus, hat es mir echt angetan und so wurde dieses Wochenende zum Dauer-Binge.

Und wie es der Zufall (nein die Vorsehung!) wollte, kam genau an diesem Wochenende auch noch die finale 3. Staffel heraus, die die gesamte Geschichte zu einem unerwarteten und dennoch genialen Ende führte.

“Zeitreisen” waren von StarTrek bis Pokemon leider immer ein Indiz dafür, dass eine Serie händeringend nach anderen Locations sucht. Und dementsprechend schlecht wirken die meisten Episoden mit solchen Handlungen. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)

DARK zeigt jedoch eine Welt auf, die (offenbar schon ewig) in einer Zeitschleife gefangen ist und sich auf einen apokalyptischen Endpunkt zubewegt, der immer wieder verhindert werden soll … was ihn aber erst auslöst … und doch nicht … und doch noch …

Das Großvater-Paradoxon sucht man vergeblich, denn die Manipulation “des jüngeren Ichs” gehört zum Konzept der Serie und schildert gleichsam die Unausweichsamkeit des Schicksals wie auch immer wieder neue Wendungen, die die Handlung anfangs verkomplizieren und sich am Ende dennoch logisch auflösen (zumindest meistens).

Man darf hier leider nicht zu viel veraten, um die Spannung nicht zu rauben, aber dennoch bedarf es einem kleinen Anrempler um neue Zuseher bei der Stange zu halten.
Denn gerade die ersten Folgen “muss man durchhalten”. Da fliegen einem Namen und Lebenssituationen zu, die komplexer nicht sein könnten und die sich dann auch noch im Verlauf “von selbst” uminterpretieren.

Hat man diese Lernkurve aber mal absolviert, fiebert man bis zur letzten Episode mit, wie es nun wohl ausgehen wird.

Fazit

Empfehlung! Absolut.
Mehr gibt es einfach nicht zu sagen.

Sic mundus creatus est!


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!