Platinen waschen

Platinen und Flüssigkeit? Nee, bloß nicht.

denk man sich. Aber wie bekommt man die Dinger sauber? Oder sollen die lieber dreckig bleiben?


Gerade auf Experimentierplatinen, wo man fette Spuren aus Lötzinn zwischen den Kontakten zieht, versaut man die Platine mehr und mehr mit Flussmittel und klebrigen Lötfettspritzern.

Im Fachhandel gibt es dafür eigene Leiterplatinenreiniger mit denen man die Platine einsprühen und dann mit einer Bürste (z.B. einer alten Zahnbürste) reinigen kann.

Die Entfernung von Flussmittelresten soll generell gut sein, weil die Substanz die Korrosion der Lötkontakte über die Zeit fördern und eine Lötstelle somit nach und nach kaputt gehen kann.

Wenn man aber nicht zum teuren Chemieprodukt greifen möchte, empfehlen diverse DIY Bastler einen billigen Trick, den ich jetzt auch mehr und mehr nutze:

Man kauft sich eine günstige Flasche Brennspiritus und bürstet damit seine Platinen ab.
Wenn man parallel keine Zigaretten raucht (Vorsicht, das Zeug brennt gut!), hat man damit ein alternatives Reinigungsmittel gefunden, mit dem vergleichbar gute Ergebnisse erziehlt werden, Geld gespart wird und nicht ganz so “scharfe” Chemie zu Hause eingesetzt werden muss.

Fazit

Das Wissen um solche einfachen Hausmittel sollte stets verbreitet werden, was ich hiermit auch getan hätte.

Natürlich macht es aber Sinn, dem Verschmutzen von Platinen im Vorfeld vorzubeugen. Ich ziehe daher nach Möglichkeit keine dicken Lötspuren mehr quer über die Platine, sondern nutze die abgetrennten Beinchen von Widerständen und Kondensatoren um Wegstrecken zu überbrücken.

Das erspart nicht nur eine Menge Lötzinn sondern reduziert auch den Reinigungsbedarf.

… und am Ende sind alle glücklich.


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!