Mein Minecraft GS

Obwohl ich sie gerne auch mal kritisiere, so passiert es immer wieder, dass mich unsere “YouTuber” am Abend unterhalten. Nachdem ich kein klassisches Fernsehempfangsgerät mehr besitze und auch kein typisches Streaming-Abo nutze, heißt es also: Browser öffnen, etwas auswählen und Play klicken.

Und irgendwie kam ich in den letzten Wochen of diverse Minecraft Streamer, die sich entweder durch das Internet “battlen” oder selbst Server betreiben und den Schabernak, den sie dabei erzeugen, als Video hochladen.

Die munteren Videos motivierten mich also, auch mal so einen Minecraft Server zu besuchen.


Normalerweise baue ich nur zum Zeitvertreib lokal etwas in meiner Minecraft Windows 10 Version. Diese ist ja nicht mit dem “normalen” Java-Minecraft kompatibel und nennt sich heute “Bedrock Edition”.

Folglich konnte ich nicht direkt die Server ansprechen, die in diversen Youtube Videos genannt werden, doch auch die Standard-Server Liste meiner Windows 10 Edition hatte mit “LifeBoat” einen vorgemerkt, auf dem man auf einer Welt ein “Grundstück” erwerben und bebauen kann.

Also wurden eben ein paar Euro investiert um ein virtuelles kleines Feld mein Eigen nennen zu dürfen.

Doch was macht man jetzt da drauf?

Naja, weil mir nichts besseres einfiel startete ich mal mit einer Burgmauer um das Grundstück optisch abzugrenzen und als das erledigt war, dachte ich mir nach einem kurzen Brainstorming:

Hmm, ich könnte Pixelgrafiken als übergroße Bilder aus Blöcken nachbauen.

Doch welche Grafiken?
Und wenn mir sonst nichts einfällt, greife ich im zu meiner liebsten Standardlösung, und die heißt bei Spielen: Pokemon.

Also schnell ein paar Bilder gegoogelt und los ging es.

Nach der einen oder anderen Stunde war das Meisterwerk fertig und nun ragen Bisasam, Schiggi, Glumanda und der Trainerjunge “Rot” aus einer Ecke auf Server cm6.lbsg.net hervor.
Ein Pikachu-Gesicht und ein kleines Nachtara kamen ebenso hinzu.

Die Bedrock Server dürften nicht ganz so gut besucht sein, wie jene die in den YouTube Videos genutzt werden, doch es dauerte nicht lange, bis der eine oder andere Spieler vorbei kam und sich über die Figuren amüsierte.

Lustig sind auch jene Typen, die sich bemühen eine “rote Rakete” (siehe Southpark) vor das Grundstück zu bauen. Doch nachdem die Rechte jener Rabauken vor meiner Grundstücksgrenze enden, bleiben “meine Pokemon” davon unberührt und außerdem kann man die Penisskulpturen auf dem Niemandsland leicht wieder ausradieren.

Fazit

Ein netter Zeitvertreib, wenn man parallel Podcasts anhört. Da kann man mit einer leichten Aufgabe sein Hirn auf Minimalbetrieb laufen lassen, nebenbei einen Stream genießen und am Ende hat man … naja … ein paar Pixelbilder in Minecraft gebaut, die auch andere beäugen können.

Problematisch finde ich es, wenn Kinder und Jugendliche den ganzen Tag nur noch auf ihrem virtuellen Grundstrück verbringen und dort absurde Streitereien mit ihren virtuellen Nachbarn abhalten.
Denn solche Aktivitäten sind auf YouTube zu Hauf dokumentiert.

Wie immer gilt es alles mit Maß und Ziel einzusetzen.

Mein Minecraft Grundstück gehört mir jetzt für 30 Tage, dann darf ich entweder weiter bezahlen, oder es gehört wieder der Allgemeinheit und wird dann vermutlich von Rabauken wieder eingeebnet.

Mal sehen, ob ich noch andere Figuren nachbauen werde…

Nachtrag … ein paar Wochenend-Stunden später:

My Minecraft Plot 01 My Minecraft Plot 02 My Minecraft Plot 03 My Minecraft Plot 04 My Minecraft Plot 05 My Minecraft Plot 06 My Minecraft Plot 07 My Minecraft Plot 12 My Minecraft Plot 13 My Minecraft Plot 14 My Minecraft Plot 15 My Minecraft Plot 16 My Minecraft Plot 17 My Minecraft Plot 18


Wenn sich eine triviale Erkenntnis mit Dummheit in der Interpretation paart, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
frei zitiert nach A. Van der Bellen
... also dann paaren wir mal eine komplexe Erkenntnis mit Klugheit in der Interpretation!